• Presseschau vom 01.02.2023

    Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe der Presseschau. Das KKW Emsland wurde kurzzeitig vom Netz genommen, um eine Neuanordnung der Brennelemente zu ermöglichen. Außerdem erwartet Sie weiterhin eine mediale Thematisierung der Laufzeitverlängerung der drei verbleibenden KKW sowie internationale Nachrichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre:

    Hinweis auf Bezahlinhalte: Die Nutzung einzelner Beiträge könnte kostenpflichtig sein.

    Um den Weiterbetrieb des KKW Emsland bis April 2023 zu ermöglichen, ist eine Umgruppierung der Brennelemente nötig. Für diese Maßnahme wurde das Kraftwerk am 21.01. heruntergefahren. Voraussichtlich wird es wieder Anfang Februar ans Netz gehen:

    NORDSEE-ZEITUNG

    Am gleichen Tag, an dem das KKW Emsland vorrübergehend heruntergefahren wurde, demonstrierten in Lingen 115 Menschen gegen den geplanten Weiterbetrieb des Kernkraftwerks bis April:

    NDR

    Auf dem Gelände des bereits 1988 vom Netz genommenen KKW Mülheim-Kärlich in Rheinland-Pfalz sollen nun ein Hotel und eine Eventlocation mit Oldtimer-Dauerausstellung entstehen. Der Nachnutzung ehemaliger Kernkraftwerkgelände kommt seit geraumer Zeit großes Interesse zu:

    RHEIN-ZEITUNG (Bezahlinhalt)

    Wirtschaftsweise Veronika Grimm und die Stadtwerke plädieren für den Weiterbetreib der drei verbleibenden deutschen Kernkraftwerke, darunter das KKW Emsland. Als Grund wird in erster Linie die Gewährleistung der Versorgungssicherheit im Winter 2023/24 zitiert:

    SHZ (Bezahlinhalt)

    Am 26. Januar war der NDR im KKW Brunsbüttel zu Gast, um mit dem technischen Geschäftsführer der VENE, Dr. Ingo Neuhaus, über die in Bezug auf die Entsorgung der beim Rückbau anfallenden Abfälle existierenden Schwierigkeiten zu sprechen. Obgleich alle aus Kernkraftwerken stammenden Materialien vor der Entsorgung freigemessen werden müssen, findet sich keine Deponie, die bereit ist, die des KKW Brunsbüttel anzunehmen. Mehr darüber erfahren Sie im Schleswig-Holstein Magazin und im NDR-Hörfunk:

    NDR (Fernsehbeitrag)

    ARD (Kurzversion Fernsehbeitrag)

    NDR (Hörfunk-Beitrag)

    Aktuelle Stimmen:

    Niedersachsens Energieminister Christian Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) erläutert, warum er den Weiterbetrieb des KKW Emsland über den 15. April hinaus ablehnt:

    NOZ (Bezahlinhalt)

    Internationaler Blick:

    Polen: Im Dorf Choczewo an der polnischen Ostseeküste soll Polens erstes Kernkraftwerk entstehen. Während Befürworter darin große wirtschaftliche Chancen für die Region und einen wichtigen Schritt in Richtung Dekarbonisierung sehen, fürchten Gegner die Auswirkungen des Baus auf die dortige Natur. Politisch gesehen schlagen sich diese Sorgen aktuell nicht nieder; alle relevanten Parteien befürworten den Einstieg in die Kernkraft:

    TAGESSCHAU

    Schweiz: Der sich seit dem 01.01.2023 im Amt befindende Bundesrat Albert Rösti (SVP) plant, klimafreundliche Energiegewinnung zu priorisieren. Während er hier besonders den Ausbau von Wasserkraft und Photovoltaik anstrebt, hält er momentan auch eine stärkere Förderung von Kernkraft für notwendig. Diese gewährleiste die Versorgungssicherheit in der Übergangsphase zu einer rein auf Erneuerbaren aufbauenden Energieversorgung:

    NZZ

    Frankreich: 16 der zwischenzeitlich abgeschalteten Reaktoren sind wieder am Netz. Diese früher als erwartet eingetretene Entwicklung führt nun auch zur Entspannung der Lage auf dem deutschen Markt. Im Sommer und Herbst waren es unter anderem die Ausfälle in den französischen Kernkraftwerken gewesen, die den Strompreis in die Höhe getrieben hatten. Komplette Entwarnung gibt es jedoch noch nicht: Es wird eine Weile dauern, bis die neuen Preise bei den Verbrauchern ankommen und auch die Überalterung der französischen KKW bereitet weiterhin Sorgen:

    HAMBURGER ABENDBLATT

     

  • Presseschau vom 18.01.2023

    Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe der Presseschau. Der Weiterbetrieb der drei verbleibenden deutschen Kernkraftwerke ist weiterhin Thema in den Medien. Außerdem finden Sie in der aktuellen Auswahl einen Radiobeitrag, in dem unter anderem den Rückbau des KKW Brunsbüttel behandelt wird, sowie internationale Nachrichten. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

    Hinweis auf Bezahlinhalte: Die Nutzung einzelner Beiträge könnte kostenpflichtig sein.

    Gegen den Energieversorger RWE werden Vorwürfe laut, dass der leichtradioaktive Bauschutt aus dem KKW Biblis auf der eigenen Deponie in der Nähe von Köln hätte entsorgt werden können. RWE weist diese Anschuldigungen zurück, eine dortige Entsorgung sei weder zeitlich noch logistisch möglich gewesen. Die Entsorgung des Bauschutts aus dem KKW Biblis ist seit geraumer Zeit konfliktbelastet; die aktuelle Entscheidung, ihn in Büttelborn zu entsorgen trifft auf Widerstand:

    FRANKFURTER RUNDSCHAU

    SPD-Vorsitzender Lars Klingbeil schließt eine erneute Aufnahme der Diskussionen um die Frage, ob die KKW-Laufzeiten auch über das Frühjahr 2023 hinaus verlängert werden könnten, aus. Gefordert worden, war dies unter anderem von Verkehrsminister Volker Wissing (FDP). Klingbeil ruft stattdessen dazu auf, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben:

    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

    Kernkraftgegner planen erneut eine Demonstration gegen den Weiterbetrieb des KKW Emsland. Proteste gegen das Kernkraftwerk gibt es schon lange. Die bisherigen Demonstrationen verliefen meist friedlich, doch an Silvester 2022 wurde auch in die Brennelementefabrik ANF eingebrochen:

    LINGENER TAGESPOST (Bezahlinhalt)

    Während seitens FDP und Fachleuten weiterhin Stimmen laut werden, die den Weiterbetrieb der drei verbleibenden deutschen Kernkraftwerke fordern, halten sich die Betreiber eher bedeckt. Grund dafür sind die Kosten, die durch die Entsorgung der vermehrten radioaktiven Abfälle und durch die Verzögerung des Rückbaus anfallen würden, sowie die planungsaufwändigen Prozesse, die eine Entscheidung zum Weiterbetrieb schon deutlich früher nötig gemacht hätten:

    SPIEGEL (Bezahlinhalt)

    Vom Ausstieg aus der Kernkraft betroffene Regionen fordern Unterstützung von Bund und Ländern beim Strukturwandel vor Ort. Vor allem die Schaffung neuer nachhaltiger Arbeitsplätze sei hier von Belang, um den bisher in der Energiegewinnung tätigen ArbeitnehmerInnen zu ermöglichen, in der Region zu bleiben. Außerdem sollen Gelder für die Planung neuer Gewerbegebiete zur Verfügung gestellt werden:

    ZEIT

    Im KKW Brunsbüttel wurde bei Kontrollen ein Leck an einer Leitung für radioaktive Abwässer entdeckt. Dieses führte zu einer geringen Kontamination im Sperrbereich, bei der die zulässigen Werte im betroffenen Raumbereich jedoch deutlich unterschritten wurden. Das Ereignis gehört zur Kategorie „N“ (Normalmeldung) und stellte zu keiner Zeit eine Gefahr für die Bevölkerung dar. Die Vorbereitungen für die genauere Untersuchung und Sanierung laufen:

    PRESSEINFORMATION

    FRANKFURTER ALLGEMEINE

    STERN

    HAMBURGER MORGENPOST

    SHZ

    Deutschlandfunkkultur begleitet am Rückbau der stillgelegten Kernkraftwerke Brunsbüttel, Unterweser und Greifswald-Lubmin beteiligte Mitarbeiter bei ihrer Arbeit. In dem Bericht wird auf den Rückbauprozess als solchen als auch auf die Gründe für die Langwierigkeit des Rückbaus eingegangen:

    DEUTSCHLANDFUNKKULTUR

    Drei der sechs Notstromdiesel aus dem KKW Krümmel befinden sich nun auf dem Weg in das finnische Kernkraftwerk Loviisa. Die drei V16-Aggregate waren im Dezember 2022 an das von Fortum betriebene finnische KKW verkauft worden, um dort als Reserve-Notstromdiesel zu dienen:

    WORLD NUCLEAR NEWS (Englisch)

    Seit geraumer Zeit unterstützt Vattenfall die Hausaufgabenhilfe der Volkshochschule Geesthacht. Mit dieser Unterstützung ist es möglich, die Eigenbeteiligung der SchülerInnen auf 5 Euro im Monat zu begrenzen und so möglichst vielen Kindern den Zugang zu dem Bildungsangebot zu ermöglichen. Mehr zur Initiative sowie Einblicke in die persönliche Motivation eines Schülers, die Hausaufgabenhilfe zu besuchen, lesen Sie hier:

    HAMBURGER ABENDBLATT

    Die Rückbaugenehmigung für das KKW Krümmel wurde bereits 2015 beantragt, bis jetzt jedoch noch nicht erteilt. Nun scheint allerdings Bewegung in den Prozess zu kommen: die Landesregierung Schleswig-Holsteins rechne mit einer Genehmigung in der zweiten Jahreshälfte 2023, so der Minister für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur, Tobias Goldschmidt:

    HAMBURGER ABENDBLATT

    Internationaler Blick:

    Frankreich: Die Energieversorgungslage in Frankreich ist nach wie vor angespannt. Die große Sorge um Stromabschaltungen des Herbstes und Frühwinters ist mittlerweile etwas zurückgegangen, doch das liegt in erster Linie am milden Winter und dem damit einhergehenden niedrigen Stromverbrauch. Noch immer sind gut ein Viertel aller Reaktoren außer Betrieb und auch nächsten Sommer sind umfassende Reparaturen geplant, die mit Ausfällen einhergehen werden:

    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

    Schweden: Die schwedische Regierung plant, den Neubau von Kernkraftwerken wieder zu ermöglichen. Mit dieser Entscheidung steht Schweden auch in Europa nicht allein da, mehrere Staaten haben bereits angekündigt, Laufzeiten deutlich zu verlängern oder den Neubau von KKWs zu ermöglichen. Trotzdem lässt die Langwierigkeit der Umsetzung Zweifel aufkommen, ob die Pläne zur Realität werden:

    WIRTSCHAFTSWOCHE

    Schweiz: Das KKW Leibstadt hat 2022 knapp 10 Terrawattstunden Strom produziert. Dabei handelt es sich um die höchste Jahresproduktion des Kraftwerks seit der Inbetriebnahme im Jahr 1984:

    NAU

    Bulgarien: 70% des in Bulgarien verbrauchten Stroms wird von dem Kernkraftwerk im nördlich gelegenen Kozloduj produziert. Bislang war der Balkanstaat von Brennelementelieferungen aus Russland abhängig, doch am 22. Dezember 2022 wurde nun ein Abkommen unterzeichnet, das die Lieferung von Brennelementen seitens des US-amerikanischen Konzerns Westinghouse vorsieht:

    FRANKFURTER ALLGEMEINE (Bezahlinhalt)

     

  • Presseschau vom 04.01.2023

    Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe der Presseschau. Die Konsequenzen der Entscheidung, die drei letzten deutschen Kernkraftwerke bis April weiterzubetreiben werden in den Medien weiterhin thematisiert. Nachrichten gibt es außerdem zu einzelnen deutschen Kernkraftwerken sowie dem Durchbruch bei der Gewinnung von Energie aus kontrollierter Kernfusion. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

    Hinweis auf Bezahlinhalte: Die Nutzung einzelner Beiträge könnte kostenpflichtig sein.

    Aufgrund der geplanten Laufzeitverlängerung des KKW Neckarwestheim II wird sich der Rückbau des Kernkraftwerks deutlich nach hinten verschieben. Wahrscheinlich ist eine Verlängerung von mehreren Monaten, doch auch eine Verzögerung um über ein Jahr liegt im Bereich der Möglichkeiten:

    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

    Der DGB Griesheim fordert genauere Aufklärung über die leicht radioaktiven Abfälle aus dem KKW Biblis. Diese sollen auf der Deponie der nahegelegenen Gemeinde Büttelborn entsorgt werden – eine Entscheidung, die auf viel Widerstand trifft:

    ECHO ONLINE

    Trotz der für das Frühjahr 2023 bereits geplanten Stilllegung des KKW Neckarwestheim II wurde Mitte Dezember vor dem Verwaltungsgerichtshof in Mannheim Klage gegen die Betriebserlaubnis des Kernkraftwerks eingelegt. Ziel der Kläger ist eine sofortige Stilllegung:

    STUTTGARTER NACHRICHTEN

    Das vom Energiekonzern EnBW betriebene Kernkraftwerk Neckarwestheim 2 wurde kurzzeitig vom Netz genommen. Der Kurzstillstand von wenigen Wochen ist notwendig, um die 193 Brennelemente so neu zusammenzusetzen, dass der Streckbetreib bis April möglich ist:

    HANDELSBLATT

    CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt verlangt von der Koalition, auf die Abschaltung der drei bis April weiter am Netz bleibenden Kernkraftwerke zu verzichten. Als Grund nennt er die laut ihm noch nicht gewährleistete Versorgungssicherheit:

    FRANKENPOST

    Nachdem auch die drei verbleibenden Kernkraftwerke Deutschlands im April voraussichtlich vom Netz genommen werden, stellt sich die Frage, was mit den Bauwerken geschehen wird. Der Artikel zeigt eine Betrachtung der geschichtlichen und gesellschaftlichen Signifikanz dieser Bauten und der diesbezüglichen Entscheidung:

    TAZ

    Die Gemeinde Neckarwestheim ist lange Zeit von dem dort angesiedelten Kernkraftwerk geprägt worden Was der Ausstieg aus der Kernkraft und die Verlängerung der Laufzeit für den Ort bedeuten, lesen Sie hier:

    BADISCHE ZEITUNG (Bezahlinhalt)

    Das bayerische Startup Marvel Fusion plant, ab 2030 mit dem Bau erster Kernfusions-Reaktoren zu beginnen. Das Unternehmen ist eine von weltweit 30 privatwirtschaftlichen Firmen, die sich mit laser- und magnetbasierter Kernfusion befassen und ist die einzige in Deutschland:

    BR

    Die Länder Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sprechen sich wegen Sicherheitsbedenken gegen den geplanten Bau eines polnischen Kernkraftwerks aus. Das KKW, das in der Woiwodschaft Pommern, etwa 250 km von der deutschen Grenzen, entstehen soll, wäre das erste Kernkraftwerk Polens:

    TAGESSPIEGEL

    Prognosen sagen voraus, dass der Rückbau der drei Schleswig Holsteiner Kernkraftwerke noch Jahrzehnte dauern wird. Bislang am weitesten vorangeschritten ist der Rückbau der beiden Vattenfall-Kernkraftwerke. Doch insbesondere die Entsorgung des leichtradioaktiven Bauschutts aus dem KKW Brunsbüttel wirft schon jetzt Schwierigkeiten auf – ein Problem, das mit dem Voranschreiten des Rückbaus der KKW Krümmel und Brokdorf nur noch größer werden wird:

    KIELER NACHRICHTEN (Bezahlinhalt)

    Aktuelle Stimmen:

    EnBW-Vorstand Georg Stamatelopoulos schließt einen Weiterbetrieb der drei noch verbleibenden deutschen Kernkraftwerke aus. Die Hintergründe dieser Aussage und Prognosen für diesen und nächsten Winter werden im Interview weiter beleuchtet:

    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG (Bezahlinhalt)

    Internationaler Blick:

    Japan: Nach der Katastrophe von Fukushima im Jahr 2011 laufen im dortigen Kernkraftwerk die Arbeiten an der Stilllegung und Dekontaminierung. Von besonderer Wichtigkeit ist hier das Thema Wasser, da dieses ab kommenden Jahr ins Meer geleitet werden soll. Wie die Reinigung funktioniert, die das Wasser so sauber zurücklässt, dass es keine Auswirkungen auf die lokale Fischerei hat, beschreibt der folgende Artikel:

    EURONEWS

    USA: Am 5. Dezember 2022 gelang es einem Forscherteam aus den USA erstmals, bei einer kontrollierten Kernfusion mithilfe von Lasern mehr Energie zu gewinnen, als hineingesteckt wurde. Da bei dieser Art der Energiegewinnung weder CO2 noch langlebiger radioaktiver Abfall anfallen, gilt dieser Erfolg als zukunftsweisender Durchbruch. Eine wirtschaftlich relevante Umsetzung kann allerdings noch auf sich warten lassen:

    ZEIT

    Polen: Die Kritik der vier deutschen Bundesländer Berlin, Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern an der Entscheidung zum polnischen Atomeinstieg führt in Polen zu Unmut:

    WELT (Bezahlinhalt)

     

  • Presseschau vom 14.12.2022

    Herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe der Presseschau. Die Frage nach der Gewährleistung der Versorgungssicherheit über den Winter und über das Frühjahr 2023 hinaus wird in den Medien weiterhin thematisiert. Nachrichten gibt es außerdem zu der für Unstimmigkeiten sorgenden Entsorgung der Rückbauabfälle aus dem KKW Biblis sowie den Plänen zahlreicher Staaten, ihre Kernkraftwerk-Netzwerke weiter auszubauen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

    Hinweis auf Bezahlinhalte: Die Nutzung einzelner Beiträge könnte kostenpflichtig sein.

    Um auch während des Rückbaus die Sicherheit der Mitarbeiter im KKW Krümmel zu gewährleisten, führten die Werkfeuerwehr sowie die Feuerwehr der Stadt Geesthacht Anfang Dezember eine Übung im Kraftwerk durch. Beide geübten Szenarien verliefen gut:

    LÜBECKER NACHRICHTEN (Bezahlinhalt)

    Die Hobbyfotografen Matthis Wieneke und Sven Mense waren zu Gast im KKW Brunsbüttel. Worin sich ihr Interesse am Fotografieren von Industrieanlagen begründet und weitere Informationen zum Besuch finden Sie in folgendem Bericht:

    BRUNSBÜTTELER ZEITUNG/BOYENS MEDIEN (Bezahlinhalt)

    In der Doku-Reihe 45 Min behandelt der NDR die Frage, wie Kernkraftwerke abgebaut werden. Auch auf das KKW Brunsbüttel wird eingegangen:

    NDR

    Das Schleswig-Holstein magazin lädt zu einer Zeitreise durch die Umweltschutzaktionen seit den 1980er Jahren ein. Der Bericht stellt Fragen zu den Themen Überzeugung, Grenzüberschreitungen im Aktivismus und Fortschritt:

    NDR

    Die Proteste gegen die Entsorgung des beim Rückbau des KKW Biblis angefallenen schwach radioaktiven Abfalls auf einer Deponie in Büttelborn gehen weiter. Mangels Alternativen ist eine Verpflichtung zur Abfallbeseitigung jedoch denkbar:

    GIESSENER ALLGEMEINE

    Warum Frankreich Probleme bei der Stromversorgung hat und wie Deutschland eingreift, damit großflächige Stromausfälle vermieden werden können:

    SWR

    Der Landesvorstand der FDP Südwestpfalz fordert, die noch nicht stillgelegten deutschen Kernkraftwerke nicht wie geplant zurückzubauen. Als Gründe werden die auch über das Frühjahr 2023 hinaus relevante Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit von Strom genannt:

    SÜDWEST PRESSE

     

    Aktuelle Stimmen:

    Der für den Rückbau von fünf Reaktoren verantwortliche Geschäftsführer der EnBW-Nuklearsparte, Jörg Michels, erklärt die Laufzeitverlängerung des KKW Neckarwestheim 2 und inwiefern dabei Grenzen bestehen:

    WIRTSCHAFTSWOCHE (Bezahlinhalt)

     

    Internationaler Blick:

    Niederlande: Die Niederlande haben angekündigt, bis 2035 zwei neue Kernkraftwerke zu bauen. Voraussichtlich sollen diese in der Provinz Zeeland stehen:

    NDR

    Iran: In der Provinz Chusestan im Süden des Landes wird mit dem Bau eines neuen Kernkraftwerks begonnen:

    REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND

    Österreich/Ungarn: Österreichs Klage beim Europäischen Gerichtshof, dass bei der Finanzierung des Baus des neuen ungarischen KKW Paks II gegen EU-Beihilferecht verstoßen worden sei, wurde abgewiesen:

    EURACTIV

    Großbritannien: Das Kernkraftwerk Sizewell C in Suffolk wird nun nicht mehr mit chinesischer Unterstützung gebaut werden. Die britische Regierung kündigte eine Investition in Höhe von 700 Millionen Pfund an:

    FINANZEN.NET

    Slowakei: Trotz eines bei einem Testlauf festgestellten Lecks im slowakischen KKW Mochovce ist die Inbetriebnahme des dritten Reaktors dank schneller Reparaturarbeiten weiterhin für Mitte Januar geplant:

    NTV

    Frankreich: Eine Berichterstattung über das französische Dorf Dampierre, das dortige Kernkraftwerk und die diesbezüglichen Haltungen der Anwohner:

    SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

     

  • Presseschau vom 30.11.2022

    Wir heißen Sie herzlich willkommen zur neuesten Ausgabe der Presseschau. Die geplanten KKW-Laufzeitverlängerungen sind weiterhin ein Thema in der Presse. Nachrichten gibt es außerdem zum Rückbau einiger deutscher Kernkraftwerke sowie zu aktuellen Stimmen und internationalen News. Wir wünschen Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.

    Hinweis auf Bezahlinhalte: Die Nutzung einzelner Beiträge könnte kostenpflichtig sein.

    Auch der Bundesrat stimmt dem Streckbetrieb der drei Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim und Emsland zu:

    ZEIT

    Seitens der Union wurde eine Kleine Anfrage gestellt, um die im März 2022 veröffentliche Prüfung längerer KKW-Laufzeiten auf mögliche Voreingenommenheit zu untersuchen:

    BUNDESTAG

    Im Bundestag wurde ein Gesetzesentwurf zur Verlängerung der Laufzeiten der drei KKW Isar 2, Neckarwestheim und Emsland bis mindestens Ende 2024 vorgelegt:

    STERN

    Bereits vor fünf Jahren wurde für das KKW Brokdorf ein Antrag auf die Stilllegungsabbaugenehmigung eingereicht, doch auf die Genehmigung wird immer noch gewartet:

    SCHLESWIG-HOLSTEINER ZEITUNGSVERLAG (Bezahlinhalt)

    Mit Büttelborn wurde eine geeignete Deponie für den Bauschutt des sich im Rückbau befindenden Kernkraftwerks Biblis gefunden:

    FRANKFURTER ALLGEMEINE

    Den Rückbau des KKW Biblis erschwerend werden zunehmend Proteste gegen die geplanten Bauschuttentsorgungen in Büttelborn laut:

    FRANKFURTER RUNDSCHAU

    Als Zwischenlager für schwachradioaktive Abfälle aus dem sich im Rückbau befindenden KKW Würgassen ist Grafenrheinfeld ausgewählt worden:

    RADIO PRIMATON

    Die Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) kam einer Berichtsbitte durch FDP Abgeordnete nach. Demnach hätten die Betreiber der Ende 2021 vom Netz genommenen Kernkraftwerke Grohnde, Brokdorf und Gundremmingen zwar „Anträge auf Erteilung einer ersten Stilllegungs- und Abbaugenehmigung“ gestellt. Erteilt wurde diese Genehmigung bislang allerdings nur für das bayerische Kraftwerk in Gundremmingen. Für den Block C des dortigen AKW stimmte die zuständige Genehmigungs- und Aufsichtsbehörde, das Bayerische Staatsministerium für Umwelt- und Verbraucherschutz, dem entsprechenden Antrag auf „Ausnutzung der Genehmigung“ am 13. April 2022 zu. Eine Einordnung liefert die WELT:

    WELT (Bezahlinhalt)

    Die Anwohner des am KKW Isar 2 gelegenen Dorfes Niederaichbach äußern sich positiv zum KKW:

    PASSAUER NEUE PRESSE

     

    Aktuelle Stimmen:

    Wirtschaftskorrespondent Christian Geinitz plädiert für eine nicht-ideologische, faktenorientierte und diversifizierte Strategie zum Erreichen einer sicheren und möglichst grünen Energieversorgung:

    FRANKFURTER ALLGEMEINE

    Physiker und Kernkraftexperte Ulrich Waas äußert sich kritisch zur letzten Sitzung des Bundestags zum Kernkraft-Ausstieg und dazu, wie wenig Gehör den Anwesenden aus der Energiebranche geschenkt wurde:

    BERLINER ZEITUNG

     

    Internationaler Blick:

    Finnland: Der dritte Reaktor des finnischen KKW Olkiluoto wird nicht wie geplant im Dezember die Stromproduktion aufnehmen. Voraussichtliches Einstiegsdatum ist jetzt Januar 2023:

    HANDELSBLATT

    Ungarn: Außenminister Szijjártó kündigt an, das KKW Paks 2 werde bis 2030 ans Netz gehen:

    BUDAPESTER

    Schweiz: Eine Studie zeigt, dass die Schweiz ihr Ziel der Klimaneutralität bis 2050 am günstigsten mit dem Weiterbetrieb der KKW Gösgen und Leibstadt erreichen würde:

    NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

    Frankreich: Bericht zur Frage, ob ein Kernkraft-Ausbau zu einer Stabilisierung der Stromversorgung führen kann (Hörbeitrag):

    NDR

    Skandinavien und Finnland: Betrachtung der nordischen Haltung gegenüber Atomkraft im Vergleich mit der deutschen:

    WELT (Bezahlinhalt)