Von der Genehmigung zur Stilllegung

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Foto: Vattenfall

Das Kernkraftwerk Krümmel befindet sich gegenwärtig im Status „längerfristiger Stillstandsbetrieb“. Das heißt konkret: Mit Inkrafttreten der 13. AtG-Novelle wurde dem Kraftwerk die Berechtigung zum Leistungsbetrieb entzogen. Bevor der eigentliche Rückbau der Anlage beginnen kann, ist ein atomrechtliches Genehmigungsverfahren durchzuführen.
 Nach Erteilung der entsprechenden Genehmigung kann mit dem Abbau begonnen werden. Am Ende dieses Prozesses steht die Entlassung der Anlage aus der atomrechtlichen Überwachung. Erst danach kann eine Nachnutzung des Standorts bzw. der konventionelle Abriss bis zur „grünen Wiese“ stattfinden. Laut Atomgesetz muss jedes Kernkraftwerk über ein standortnahes Zwischenlager verfügen. Das Standort-Zwischenlager Krümmel ist auf eine Gesamtkapazität von 80 Castor-Behältern ausgelegt. Gegenwärtig lagern 21 Castor-Behälter im Standort-Zwischenlager Krümmel (Stand: August 2015). Um den gesamten benutzten Kernbrennstoff (Brennelemente und Brennstäbe) aus dem Lagerbecken des Kernkraftwerks auszulagern, werden noch ca. 21 weitere Castoren beladen und im Zwischenlager eingelagert.

Wird einmal eine grüne Wiese dort sein, wo heute noch das Kernkraftwerk Krümmel steht?

Ja, die aktuelle Planung sieht den vollständigen Abbau der Anlage bis zur grünen Wiese vor.

Wie viel der beim Abbau des Kernkraftwerks Krümmel anfallenden Stoffe müssen als radioaktiver Abfall endgelagert werden?

Von den ca. 540.000 t erwarteter Gesamtmasse des Kernkraftwerks Krümmel müssen nur ca. 1-2 %  als radioaktiver Abfall endgelagert werden. Da zurzeit kein Endlager verfügbar ist, müssen diese Abfälle bis zur Ablieferung an ein Bundesendlager zwischengelagert werden. Die übrigen Stoffe können erwartungsgemäß so weit dekontaminiert (gesäubert) werden, dass diese mit behördlicher Freigabe als nicht radioaktive Stoffe entsorgt oder rezykliert werden können.