Über 100 Teilnehmer waren vor Ort

Die jährliche Brandschutzübung im Kernkraftwerk Krümmel hat am 06.11.2017 stattgefunden. Unter den wachsamen Augen der TÜV-Gutachter und anderer Beobachter  übten die Werkfeuerwehr des Kraftwerks, die Freiwillige Feuerwehr Geesthacht, die Freiwillige Feuerwehr Grünhof-Tesperhude und das DRK den Ernstfall.

Hierzu hatte die Übungsleitung verschiedene Fälle vorbereitet. In den Übungen
• Brand im Betriebsreservelager mit Personensuche und Personenbergung
• Brand im Wachbereich des Standortzwischenlagers und Personenrettung
wurde u.a. unter Atemschutz die Personensuche und Personenrettung bei starker Rauchentwicklung geübt.


Rauchentwicklung am Standort-Zwischenlager; Personenrettung

In einem weiteren Szenario wurden dann auch noch zusätzlich die „Strahlenschutz-Kenntnisse“ der örtlichen Feuerwehren benötigt: Bei einem Radioaktivtransport per PKW kam es zu einem schweren Unfall mit notwendiger Personenrettung. Hierzu waren Strahlenschutzmessungen erforderlich, so dass hierfür Messinstrumente aus dem „GWAS – Gerätewagen Atemschutz/Strahlenschutz“ zum Einsatz kamen und die Kollegen der Feuerwehr Geesthacht ihr Wissen zum Thema Strahlenschutz anwenden konnten. Unterstützt wurden sie hierbei vom Fachpersonal des Kernkraftwerks. Mit schwerem Werkzeug wurde dann das auf der Seite liegende KFZ geöffnet und die Person gerettet und vom DRK versorgt.


Personenrettung aus dem PKW; Lagebesprechung

So konnten die Wehren und das DRK sowohl das Zusammenspiel untereinander als auch den richtigen – fallbezogenen – Geräteeinsatz üben. Alle Übungen wurden zur Zufriedenheit der TÜV-Gutachter durchgeführt.

Welchen großen Stellenwert diese Übung – trotz der späten Abendstunden – auch bei den Freiwilligen Feuerwehren und dem DRK hatte, zeigte sich an der Teilnehmerzahl von über 100 Übenden.